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Teilvorlagen

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Sie können in der Zielstruktur Teilvorlagen erstellen. Sie gehen dabei von einem Knoten aus und verwenden die Teilvorlage später wieder.

Teilvorlage erstellen

Kontextmenü an einem Zielstrukturknoten mit dem Untermenü Teilvorlagen und den Optionen Meine, Mandant, Jeder und Teilvorlage aus Knoten erzeugen.

(1) Markieren Sie Ihren Knoten.

(2) Wählen Sie Teilvorlagen über das Kontextmenü.

(3) Wählen Sie den Sichtbarkeitsbereich:

  • Meine: nur für Sie.

  • Mandant: für alle im aktuell angemeldeten Mandanten.

  • Jeder

(4) Wählen Sie Teilvorlage aus Knoten erzeugen.

Teilvorlage einfügen

Beginnen Sie mit einer leeren Zielstruktur. Falls bereits eine Zielstruktur vorhanden ist, markieren Sie keinen Knoten.

Kontextmenü einer leeren Zielstruktur mit der Option Teilvorlage einfügen.

(1) Wählen Sie Teilvorlage einfügen über das Kontextmenü.

(2) Wählen Sie Ihre Teilvorlage aus.

Auswahldialog mit den verfügbaren Teilvorlagen.

Alternativ können Sie Ihre Teilvorlage in einen vorhandenen Knoten einfügen.

Kontextmenü an einem vorhandenen Zielstrukturknoten mit der Option, eine Teilvorlage in den Knoten einzufügen.

Auswahl einer Teilvorlage zum Einfügen in einen vorhandenen Knoten.

Teilvorlagen verwalten

Zielstrukturmenü mit der Option Teilvorlagen verwalten.

Um Ihre Teilvorlagen zu verwalten, öffnen Sie das Zielstrukturmenü und wählen Sie die Option Teilvorlagen verwalten.

Fenster des Teilvorlagen-Managers mit dem Kontextmenü zum Exportieren, Importieren und Löschen von Teilvorlagen.

Im Teilvorlagen-Manager können Sie über das Kontextmenü Ihre Teilvorlagen exportieren, importieren und löschen.

Standard-Teilvorlagen

Standard-Teilvorlagen sind vorgefertigte Hilfsstrukturen, die wiederkehrende Aufgaben im Mapping kapseln und in eigene Profile übernommen werden können. Sie lassen sich an der jeweiligen Stelle der Zielstruktur einfügen und über ihre Parameter oder den gesetzten Quellpfad an den konkreten Anwendungsfall anpassen.

Bei den iterierenden Varianten (ForEach_*, LoadEDIData) muss vor der Verwendung der Pfad auf den zu durchlaufenden Quellknoten gesetzt werden.

Übersicht

Teilvorlage

Zweck

CallSapRfc

Ruft einen SAP-RFC bzw. BAPI per Funktion auf.

CallSoapWebservice

Ruft einen SOAP-Webservice per Funktion auf.

ForEach_AddToList

Durchläuft einen Quellknoten und schreibt Werte in eine Liste.

ForEach_AddToMap

Durchläuft einen Quellknoten und schreibt Schlüssel-Wert-Paare in eine Map.

ForEach_DeliverySchedule

Wertet Lieferabruf-/Terminsegmente aus EDIFACT-Quellstrukturen aus.

LoadEDIData

Lädt EDIFACT-Segmentdaten strukturiert in Maps.

Logging

Erzeugt Log-Nachrichten für die Job-Protokollierung.


CallSapRfc

Hilfsstruktur, um aus dem Mapping heraus einen SAP-RFC oder BAPI aufzurufen.

Technologie SAP RFC (Remote Function Call) über die SAP-RFC-Java-Bibliothek (TCP/IP). Eingabeparameter werden als benannte Map übergeben (Felder, Strukturen und Tabellen). Das Ergebnis wird in einer benannten Liste zurückgegeben.

Verwendete Funktionen

  • call-sap-rfc(alias, rfc, [inMap, timeout, filter, outList, debug, …]) – führt den RFC-/BAPI-Aufruf aus.

  • fill-map-from-fields(map, prefix, index, hidden, [processing]) – befüllt die Eingabe-Map aus Feldwerten.

Typische Einsatzszenarien

  • Stammdaten-Lookup während des Mappings (z. B. RFC_READ_TABLE zur Abfrage einer SAP-Tabelle für Länder-/Regionsdaten).

  • Echtzeit-Anreicherung von Daten aus SAP (z. B. Preise, Bestände, Partnerdaten) während einer EDI-zu-IDoc-Verarbeitung.

  • Ausführung von BAPIs zum Anstoßen von SAP-Geschäftsprozessen (z. B. Wareneingangsbuchung, Auftragsanlage) direkt im Mapping.

  • Validierung gegen SAP, etwa die Prüfung auf Existenz von Material-, Kunden- oder Werksnummern.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: call-sap-rfc()


CallSoapWebservice

Hilfsstruktur, um aus dem Mapping heraus einen SOAP-Webservice aufzurufen.

Technologie: SOAP 1.2. Die Anfrage basiert auf einer XML-Vorlage mit @platzhalter@-Syntax, die zur Laufzeit mit Feld- und Variablenwerten gefüllt wird. Die Antwort wird per XPath ausgewertet und in benannten Listen abgelegt. Unterstützt werden HTTP-Authentifizierung, zertifikatsbasiertes TLS und konfigurierbare Timeouts.

Verwendete Funktion

  • call SOAP-WebService(…) – ruft den Webservice per SOAP 1.2 auf.

Typische Einsatzszenarien

  • Externe Datenanreicherung über Drittanbieter-Services (z. B. Adressvalidierung, Bonitätsprüfung, Währungsumrechnung) während des Mappings.

  • Anbindung von ERP-/WMS-Systemen, z. B. Abfrage von Bestandsverfügbarkeit oder Sendungsstatus.

  • Systemübergreifende Lookups, etwa der Abruf von Auftrags- oder Rechnungsdaten aus einem angebundenen ERP.

  • E-Invoicing/Peppol, z. B. Aufruf externer Services zur Steuervalidierung oder Belegübermittlung.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: call SOAP-WebService()


ForEach_AddToList

Hilfsstruktur, um einen Knoten der Quellstruktur zu durchlaufen und Werte in eine Liste zu schreiben.

Technologie Iteration über einen sich wiederholenden Quellknoten (ForEach).

Verwendete Funktion

  • add to list(value, name of list, [delimiter]) – hängt Werte an eine benannte Liste an.

Konfiguration: Der Pfad der Teilvorlage muss auf den zu durchlaufenden, sich wiederholenden Quellknoten gesetzt werden.

Typische Einsatzszenarien

  • Sammeln von Positionswerten, z. B. aller EAN-Codes, Artikelnummern oder Mengen einer Bestellung für eine spätere Stapelverarbeitung.

  • Aufbau von Eingaben für Aggregationen, etwa das Sammeln aller Lieferdaten zur späteren Deduplizierung oder Zusammenfassung.

  • Vorbereitung von Funktionsparametern, die eine Liste als Eingabe erwarten (z. B. für Mehrwert-Lookups).

  • Querverweise, z. B. das Sammeln von IDs aus einem Zweig der Quellstruktur zum Abgleich gegen einen anderen Zweig.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: add to list()


ForEach_AddToMap

Hilfsstruktur, um einen Knoten der Quellstruktur zu durchlaufen und Schlüssel-Wert-Paare in eine Map zu schreiben.

Technologie: Iteration über einen sich wiederholenden Quellknoten (ForEach).

Verwendete Funktionen

  • add to map(key, value, name of map, [skip empty]) – schreibt Schlüssel-Wert-Paare in eine benannte Map.

  • get value from map(key, name of map, …) – liest einen Wert per Schlüssel aus.

  • get key(s) from map(…) – liefert die Schlüssel einer Map.

Konfiguration: Der Pfad der Teilvorlage muss auf den korrekten Quellknoten gesetzt werden.

Typische Einsatzszenarien

  • Datumszuordnung aus EDIFACT-DTM-Segmenten: Iteration über die DTM-Segmente und Ablage von Qualifier → Datumswert (z. B. „137" für Belegdatum, „2" für Lieferdatum), anschließend gezielte Ausgabe nach Qualifier.

  • Sammeln von Adressdaten, z. B. Aufbau einer Map aus Partner-Qualifier → Adressdaten aus NAD-Segmenten.

  • Aufbau von Lookup-Tabellen zur Laufzeit (z. B. Produktcode → Preis) für Berechnungen in Zielfeldern.

  • Zwischenspeichern von Konfigurationsdaten, z. B. das Einlesen von Werten aus einer CSV-/Quellstruktur in eine Map für wiederholten Zugriff im Mapping.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: add to map()


ForEach_DeliverySchedule

Hilfsstruktur zum Auswerten von Lieferabruf- und Terminsegmenten aus EDIFACT-Quellstrukturen.

Technologie: EDIFACT-Parserstrukturen mit ForEach-Iteration über sich wiederholende Termin-/Schedule-Segmentgruppen. Extrahiert Mengen-/Datums-Kombinationen.

Konfiguration: Der Pfad der Teilvorlage muss auf die entsprechende EDIFACT-Segmentgruppe gesetzt werden.

Typische Einsatzszenarien

  • DELFOR (Lieferabruf/Forecast): Auslesen geplanter Liefermengen und -termine je Schedule-Zeile.

  • DELJIT (Just-in-Time): Auswertung von JIT-Abrufen mit präzisen Lieferfenstern.

  • ORDERS mit Lieferterminen: Verarbeitung von Bestellungen mit mehreren angeforderten Lieferterminen und Mengen je Position.

  • Verarbeitung von Lieferplan-Vereinbarungen, z. B. Extraktion kumulierter Mengen und Lieferkalenderdaten.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: EDIFACT (Dokumentenart)


LoadEDIData

Hilfsstruktur zum strukturierten Laden von EDIFACT-Segmentdaten in Maps.

Technologie: EDIFACT-Parsing in Kombination mit Maps. Iteriert über Standard-EDIFACT-Segmentgruppen und lädt Daten (Datumsangaben, Adressen, Referenzen) per add to map() in benannte Maps. Der Zugriff erfolgt anschließend per Qualifier/Schlüssel über get value from map(). Wird typischerweise zusammen mit EDIFACT-Vorlagen eingesetzt.

Verwendete Funktionen

  • add to map(…) – Ablage der Segmentdaten in benannten Maps.

  • get value from map(…) – Abruf nach Qualifier/Schlüssel.

Konfiguration: Der Pfad der Teilvorlage muss auf die auszuwertende EDIFACT-Segmentstruktur gesetzt werden.

Typische Einsatzszenarien

  • EDIFACT-zu-XML/CSV-Konvertierung: Laden aller DTM- (Datum/Zeit), NAD- (Name/Adresse) und RFF- (Referenz) Segmente in Maps, um sie in beliebiger Reihenfolge im Zielformat auszugeben.

  • Verarbeitung von ORDERS, ORDRSP oder DESADV, z. B. Überführung eingehender Bestellungen, Auftragsbestätigungen oder Lieferavise in IDoc-, XML- oder Datenbankformate.

  • Adressanreicherung: Einlesen von NAD-Adressen in eine Map und Anreicherung mit externen Daten (z. B. PLZ → Ort aus einer CSV-Konfiguration).

  • Verarbeitung mehrerer Datums-Qualifier: Laden aller Datumsangaben (Beleg-, Liefer-, Ablaufdatum usw.) in eine Map und selektive Ausgabe im Ziel.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: EDIFACT (Dokumentenart), add to map()


Logging

Hilfsstruktur zum Erzeugen von Log-Nachrichten.

Technologie: Schreibt Einträge über die Job-Protokollierung der Lobster Data Platform (Logpools, Logging und Logfiles). Die Meldungen erscheinen im Job-Log und sind in der Monitoring-Ansicht des Control Centers sichtbar. Unterschiedliche Log-Level werden unterstützt; die Werte der Spalten Display 1–3 können für das Monitoring gesetzt werden.

Typische Einsatzszenarien

  • Debugging in der Entwicklung: temporäre Log-Ausgaben zum Nachvollziehen von Feld-/Map-Inhalten oder Verzweigungen während der Profilentwicklung.

  • Audit-Trail: Protokollieren zentraler Geschäftswerte (Belegnummer, Sender-/Empfänger-IDs, Satzanzahl) für Nachvollziehbarkeit und Compliance.

  • Fehlerdiagnose: Protokollieren von Zwischenzuständen, um die Ursache unerwarteter Mapping-Ergebnisse einzugrenzen.

  • Monitoring: Ausgabe strukturierter Meldungen, die im Control Center gefiltert werden können (z. B. über die Display-Spalten 1–3 für operative Dashboards).

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter: set display column()