Typisiertes-Attribut (Wertauflöser)

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Regeltypen - Kurzfassung

Zweck: Gibt im Kontext eines Bezugsobjekts (Entitätstyp muss Attributbesitzer sein), ein durch den "Subtyp" bestimmtes "typisiertes Attribut" zurück, auf das lesend und schreibend zugegriffen werden kann.

Tooltip

  • Verwendung: Der Zugriff auf das über die Parameter Typisiertes Attribut und Subtyp in zwei Stufen ausgewählte Attribut ermöglicht Lese- und Schreibzugriffe, die typischerweise per Verkettung (z. B. mit dem Objekt-Feld-Wertauflöser) erfolgen.

  • Parameter:

    • Die statische Auswahl für das Auswahlfeld Typisiertes Attribut legt den Attributtyp (z. B. Textattribut oder Kennzeichenattribut) fest.

    • Der Parameter Subtyp definiert per Auswahl innerhalb der Dynamischen Aufzählung für das Typisierte Attribut (z. B. Texttyp oder Kennzeichentyp), das typisierte Attribut das zurückgegeben werden soll.

  • Hinweis: Den Zugriff auf alle Subtypen für einen "typisierten" Attributtyp (z. B. alle Textattribute) ermöglicht der Alle Attribute eines Typs-Wertauflöser.

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Der Typisiertes-Attribut (Wertauflöser)-Wertauflöser ermöglicht den Zugriff auf ein (singuläres) typisiertes Attribut einer Entität. Er erwartet als Bezugsobjekt eine Entität, die dem Typ nach als "Attributsbesitzer" gilt (s. Attribut (Wertauflöser)) und dessen Datenmodell mindestens einen typisierten Attributtyp vorsieht. Über den Rückgabewert des Wertauflösers kann auf die spezifische Datenstruktur für den jeweiligen Attributtyp lesend und schreibend zugegriffen werden. Ein Schreibzugriff impliziert das Erzeugen des Attributs, falls es noch nicht existiert.

Der Parameter Typisiertes Attribut legt den Typ des typisierten Attributs fest, das zurückgeben werden soll. Der ausgewählte Typ definiert die Datenstruktur des Attributs. Jeder Attributtyp (Kennzeichenattribut, Textattribut, Datumsattribut, usw.) verwendet ein spezifisches Feld (flagType, textType, dateType, usw.), für den Subtyp. Spezifische Aufzählungen je Typ (Kennzeichentyp, Texttyp, Datumstyp, usw.) definieren die Werte, die jeweils als Subtyp ausgewählt werden können (s. Geschäftsobjekte und Attribute).

WICHTIG◄ Das Schreiben und Lesen des Attributs betrifft in der Regel einen oder mehrere Feldwerte innerhalb der spezifischen Datenstruktur für den Attributtyp. Die entsprechenden Felder müssen - wie auch die "Beispiele" unten demonstrieren - in der Regel explizit adressiert werden, damit eine Wertzuweisung erfolgreich ist bzw. der Rückgabewert dem gewünschten Ergebnis entspricht. Dies kann entweder durch Verkettung (s. Verketteter Wertauflöser) erreicht werden oder z. B. im Kontext einer Ausführen mit-Ereignisaktion, die das Attribut als abweichendes Bezugsobjekt definiert.

Konfiguration

Der Typisiertes-Attribut (Wertauflöser)-Wertauflöser erwartet ein Bezugsobjekt, dessen Datenmodell mindestens einen typisierten Attributtyp enthalten kann.

Der Parameter Typisiertes Attribut sieht eine statische Einfachauswahl für den Attributtyp vor, auf den zugegriffen werden soll. Solange der Kontext der Konfiguration nicht auf einen spezifischen Entitätstyp als Bezugsobjekt verweist, erscheinen alle Typen von Typisierten Attributen zur Auswahl, die das System unterstützt.

Das Auswahlfeld/Combobox-Element bietet eine Suchfunktion an, die die internen Klassennamen der Attribute ebenso berücksichtigt wie zugehörige Lokalisierungen aus der Sprachverwaltung.

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Bezieht sich der Kontext der Konfiguration dagegen auf einen spezifischen Entitätstyp für das Bezugsobjekt, dann erscheinen nur die Attributtypen zur Auswahl, die im betreffenden Datenmodell explizit implementiert sind.

Rechts verweist eine Typprüfung (nicht im Bild) auf einen Routingtabelleneintrag, so dass im Dropdown nur die vier Attributtypen erscheinen, die dieser Entitätstyp vorsieht.

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Erst wenn im Parameter Typisiertes Attribut ein Attributtyp ausgewählt ist, bietet das Dropdown für den Subtyp die Werte der jeweiligen Dynamischen Aufzählung (z. B. Texttyp) zur Auswahl an.

WICHTIG◄ Falls im Kontext einer Sitzung Aufzählungsfilter für die betreffende Aufzählung anwendbar sind, schränken diese auch die Auswahl für den Subtyp im Zuge der Konfiguration ein. Auf die Auswertung des Wertauflösers zur Laufzeit haben Aufzählungsfilter dagegen keinen Einfluss.

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images/s/-95e2zf/9012/8yg2g7/_/images/icons/emoticons/warning.svgACHTUNGimages/s/-95e2zf/9012/8yg2g7/_/images/icons/emoticons/warning.svg Die Auswahl für den Subtyp bietet auch Attribut-Subtypen an, die in der Definition der Dynamischen Aufzählung ausdrücklich als "Plural" gekennzeichnet sind. Wird ein "pluraler" Subtyp ausgewählt, gibt der Typisiertes-Attribut (Wertauflöser)-Wertauflöser zur Laufzeit nur den ersten Einzelwert (sofern vorhanden) für den betreffenden Subtyp zurück. Eine Liste aller Instanzen für einen Subtyp liefert dagegen der Typisierte plurale Attribute (Wertauflöser)-Wertauflöser.

Wird kein Typisiertes Attribut ausgewählt, dann ist der Rückgabewert des Wertauflösers immer "kein Wert" (null).

Wird ein ausgewähltes Typisiertes Attribut vom Typ des zur Laufzeit vorliegenden Bezugsobjekts nicht unterstützt, ist der Rückgabewert ebenfalls "kein Wert" (null).

Falls das zur Laufzeit vorliegende Bezugsobjekt ein ausgewähltes Typisiertes Attribut unterstützt, im Bezugsobjekt aber keine betreffenden Daten enthalten sind, wird ebenfalls "kein Wert" (null) zurückgegeben.

Beispiele

Beispiel für "Schreibzugriff"

Wenn ein Allgemeines Geschäftsobjekt den Arbeitsstatus "Freigegeben" erhält, soll im Datumsattribut mit dem Datumstyp "Lieferdatum fix" ein Zeitintervall zugewiesen werden, das am Montag der folgenden Woche um 12:00 (UTC) beginnt und um 20:00 (UTC) endet.

Konfiguration:

Eine Ereignisbehandlung, die auf die Zuweisung des Arbeitsstatus "Freigegeben" (s. Arbeitsstatus (Ereignisse)) als Auslösendes Ereignis reagiert, wird wie rechts abgebildet konfiguriert:

  • Die Prüfende Regel stellt per Typprüfung sicher, dass das Bezugsobjekt ein Allgemeines Geschäftsobjekt ist.

  • Als Aktion bei bestandener Regel wird eine Setze Wert-Ereignisaktion ausgeführt, die (links) das Ziel für die Zuweisung per Typisiertes-Attribut (Wertauflöser) definiert. Als Typisiertes Attribut wird dazu der Typ "Datumsattribut" und danach der Subtyp "Lieferfdatum fix" ausgewählt. Der verkettete Objekt-Feld-Wertauflöser unterhalb, definiert das Zielfeld date innerhalb der Datenstruktur des Datumsattributs. Dieses definiert einen "Datumsbereich mit Zeit".

  • Rechts wird deshalb ein Wertauflöser des Typs Relativer Datumsbereich mit Zeit verwendet. Dieser geht - mangels Eingangswert - vom aktuellen Systemdatum aus, relativ zu dem mit Bezug zur Zeitzone "UTC" der gewünschten Startwert und Endwert berechnet wird. Die Kombination von Startwert, Endwert und Zeitzone ergibt dabei wieder einen "Datumsbereich mit Zeit", der dem date-Feld des Datumsattribut zugewiesen werden kann.

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Beispiel für "Lesezugriff"

Als Erweiterung zur obigen Konfiguration soll der Benutzer eine Bestätigungsmeldung erhalten, die das Zeitfenster für das "Lieferdatum fix" wiedergibt.

Die Datumswerte für "Von" und "Bis" aus dem Datumsbereich sollen dabei das in der Sprachverwaltung definierte Standard-Datumsformat verwenden. Die UTC-Uhrzeit soll ohne Rücksicht auf die Aktuelle Sprache "militärisch" (als "Zulu Zeit" im Format "HHmmX") ausgegeben werden.

Laufzeitbeispiel:

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Konfiguration:

Unterhalb der Setze Wert-Ereignisaktion (s. o.) wird eine Ausführen mit-Ereignisaktion hinzugefügt und wie rechts abgebildet konfiguriert:

  • Der Objekt Resolver soll den mehrfachen Lesezugriff auf dasselbe Datumsattribut vereinfachen. Dazu wird ein Typisiertes-Attribut (Wertauflöser) ausgewählt und wie im Beispiel oben parametriert, so dass er das Datumsattribut "Lieferdatum fix" zurückgibt (sofern vorhanden). Das Datumsattribut ist für die nachfolgenden Ereignisaktionen und Wertauflöser das abweichende Bezugsobjekt.

  • Der Benutzer soll durch eine Hinweis anzeigen (Popup)-Ereignisaktion vom Typ "Info" benachrichtigt werden, sofern die Transaktion erfolgreich abgeschlossen wird. Daher wird die Option Ausführung beim Commit ausgewählt.

  • Im Titel der Meldung soll der lokalisierte Name für den Datumstyp des Datumsattributs ("Lieferdatum fix") erscheinen. Dies leistet der Wert aus Sprachverwaltung-Wertauflöser:

    • Die Lokalisierung wird im Bundle für den Datumstyp nachgeschlagen. Der Name für das Bundle wird hier direkt aus dem Rückgabewert eines Klasse-Wertauflösers (s. Statische Werte) abgeleitet.

    • Der Name der Resource kann direkt aus dem Feld dateType übernommen werden, das den Datumstyp des Datumsattributs über dessen internen Namen identifiziert.

    • Dieselbe Zuordnung wird auch als Standardwert hinterlegt, so dass der interne Name ausgegeben wird, falls keine Lokalisierung für den Datumstyp vorliegt.

    • Parameter werden nicht verwendet.

    • Die Option Statisch wird nicht verwendet. Da auch keine Sprache dynamisch zugewiesen wird, wird die Lokalisierung für die Aktuelle Sprache verwende (soweit vorhanden).

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  • Die Meldung der Hinweis anzeigen (Popup)-Ereignisaktion soll den Datumsbereich wiedergeben und greift dazu auf das Feld date des Datumsattributs zu, das immer noch als abweichendes Bezugsobjekt gilt.

  • Per Verkettung wird der Wert des Attributs vom Typ "Datumsbereich mit Zeit" an einen Datum formatieren-Wertauflöser übergeben, dessen Format auf beide Datumskomponenten ("Von" und "Bis") angewendet wird. Das Pattern für das Format wird hier durch einen Textverkettung aufgebaut:

    • Das Pattern für den Datumswert soll aus der Sprachverwaltung bezogen werden. Der Wert aus Sprachverwaltung-Wertauflöser greift hier über statische Textwerte auf den vom System vorgegebenen Eintrag für das Standard-Datumsformat (lobsterui/dateFormat) zu.

    • Innerhalb der Textverkettung wird an das Standard-Datumsformat separiert durch ein Leerzeichen das spezifische "militärische" Zeitformat (HHmmX) angehängt. Das Symbol X bezieht sich dabei auf die Zeitzone. Für die Zeitzone "UTC" erscheint zur Laufzeit das Kennzeichen Z (für "Zulu-Zeit").

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